Lode Devos

Ballettdirektor


Lode Devos begann seine Tanzausbildung im Alter von sieben Jahren am Königlichen Konservatorium in Kortrijk (Belgien), die er an der Mudra-Schule von Maurice Béjart in Brüssel fortsetzte. Seine Tänzerlaufbahn startete er im Tanzprojekt Antwerpen von Aimé de Lignière. Es folgten mehrere Jahre bei Béjarts Ballett du XXe siècle, mit dem er auf internationalen Bühnen als Solotänzer in verschiedenen Partien (u. a. in "Ring um den Ring", "Hamlet", "Tod in Wien", "Piaf", "Pyramide" und "Le sacre du printemps") zu erleben war. Darüber hinaus tanzte er im Europaballett mit Jorge Donn und Kevin Haigen und war unter der Leitung von Jochen Ulrich als Solist am Tanzforum Köln engagiert. Seit 1987 arbeitet Lode Devos auch als Choreograf und kreierte seither zahlreiche Tanzstücke, darunter u. a. "Kiloweise Lebensglück", "Spiegel im Spiegel" und "Dreamboy gesucht". Seine Choreografie "Fräulein Romeo" wurde 1995 für den Tanzpreis Nordrhein-Westfalen nominiert.

Von 2003 bis 2006 war er Co-Direktor und Choreograf am Tiroler Landestheater Innsbruck, bevor er im Herbst 2006 als Ballettdirektor und Choreograf an die Theater Chemnitz engagiert wurde. Hier entstanden neben Choreografien für Opern- und Musical-Produktionen ("West Side Story", "Evita", "Iris", "Die Rose vom Liebesgarten") vor allem Tanz- und Ballettabende wie "Schwanensee", "Beethoven Fünf und Sieben - Sinfonie und Tanz", "Salon Rouge" und "Kaddish/Serenade" mit dem eigenen Ballettensemble sowie das Tanzprojekt "Der Karneval der Tiere" mit Kindern aus Chemnitz und Umgebung zur Musik von Camille Saint-Saëns. Mit dem Tanzabend "Brel - Getanzte Chansons" entwarf Lode Devos eine Hommage an den legendären Jacques Brel, die mit "Waits - Getanzte Songs" eine erfolgreiche Fortsetzung der Vorstellungen des Balletts im Schauspielhaus fand.

Für den dreiteiligen Tanzabend "Bolero" entwarf er mit "Nachmittag eines Fauns" eine gefühlvolle Choreografie, in der er selbst auch den Faun auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses verkörperte.


In der Spielzeit 2010 / 2011 hat er zwei Choreografien erarbeitet: den Tanzabend "Sheherazade" mit Musik von Nikolai Rimski-Korsakow und orientalischen Rhythmen sowie das Tanztheater "Melina Mercouri" mit Musik u.a. von Mikis Theodorakis, Manos Hadjikakis und Haris Alexiou.


Gegenwärtig steht er im Ballett "Bilder einer Ausstellung", für das er zwei junge europäische Choreografinnen gewonnen hat, auch selbst wieder als Solotänzer auf der Bühne.