Historie

Die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz wurde 1833 von Wilhelm August Mejo gegründet. Er und die nachfolgenden namhaften Dirigenten brachten das Orchester auf eine bemerkenswerte künstlerische Höhe. Mit der Eröffnung des Chemnitzer Opernhauses 1909 begann eine weitere Blütezeit. Unter Oscar Malata, von 1910 bis 1931 erster GMD der „Städtischen Kapelle“, kamen Gastdirigenten wie Richard Strauss, Max Reger, Arthur Nikisch oder Arnold Schönberg und Paul Hindemith nach Chemnitz. In dieser Zeit begann auch eine intensive Wagner- und Strauss-Pflege.


Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rudolf Kempe der erste Chef des Orchesters. GMD Robert Satanowski (1960 bis 1962) trug wesentlich zur Erweiterung des zeitgenössischen Repertoires bei.


Zu den Verdiensten von GMD Dieter-Gerhardt Worm (1975 bis 1993) gehören vor allem die Sensibilisierung des Orchesterklanges, die besondere Pflege des Schaffens von Robert Schumann, aber auch die Erweiterung des Orchesters auf 120 Musiker sowie zum 150-jährigen Bestehen des Orchesters 1983 die Umbenennung in „Robert-Schumann-Philharmonie“. In seiner Amtszeit kamen wieder zunehmend Solisten und Dirigenten von internationaler Bedeutung nach Chemnitz, und es begannen erste wichtige Gastspiele im In- und Ausland sowie erste CD-Aufnahmen. Ziel des Chefdirigenten Oleg Caetani (1996 bis 2001) war es, die hohe künstlerische Qualität des Orchesters, die im Konzert vorhanden war, auch in der Oper zu erreichen. Mit „Tannhäuser“, den „Meistersingern“ und dem „Ring des Nibelungen“ (in der Originalfassung) setzte er die Wagner-Renaissance seit der Wiedereröffnung des Opernhauses zu Beginn der 90er-Jahre fort. In seiner Amtszeit gastierte das Orchester u. a. in Venedig, Thessaloniki, Rom, Köln, München und mit der Deutschen Erstaufführung von Kurt Weills „Der Weg der Verheißung“ in New York, Israel und auf der EXPO 2000.


2001/02 wurde Niksa Bareza GMD der Oper Chemnitz und Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Das Orchester gastierte u. a. in Rom, Salzburg, Frankfurt/Main, Düsseldorf, München, Berlin, Dresden, Gütersloh, Villach und Köln sowie in Kroatien, Italien, Griechenland und den USA. In der Spielzeit 2005/06 folgte das Orchester Konzerteinladungen u. a. nach Wien, Salzburg, Dresden und Köln.


Seit 2007 ist Frank Beermann Generalmusikdirektor in Chemnitz. Ihm gelang es, Gastdirigenten wie Michail Jurowski, Peter Eötvös, Martin Haselböck und Stefan Blunier und Solisten wie Olga Scheps, Fabio Bidini, Jan Vogler, Linus Roth, Martin Stadtfeld, das GrauSchumacher Piano Duo, Matthias Kirschnereit, Ulf Wallin nach Chemnitz zu holen.

Die Robert-Schumann-Philharmonie ist auch gern gesehener Partner verschiedener Konzertveranstalter. Gastspiele führten das Orchester in den letzten Jahren u. a. nach Venedig, Thessaloniki, Rom, Salzburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, München, Berlin, Dresden und New York sowie zu den Festspielen auf Schloss Neuschwanstein, in die Tonhalle Zürich und ins Brucknerhaus Linz. Seit 2007 finden verstärkt CD-Produktionen statt. Eine CD mit sämtlichen Konzerten für Klavier und Orchester von Mendelssohn erhielt 2009 den ECHO Klassik. Die CD „Sinfonische Dichtungen von Hermann Hans Wetzler“ mit Frank Beermann und der Robert-  Schumann-Philharmonie ist für den ICMA 2011 nominiert.


Zu den Aufgaben der 106 Mitglieder des Orchesters gehören neben Aufführungen in Oper, Operette, Musical und Ballett zehn Sinfoniekonzerte mit jeweils einer Wiederholung, Sonderkonzerte und Kammermusikabende. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt die Kinder- und Jugendarbeit im Programm des Orchesters ein.


Außerdem haben sich die Philharmoniker zu einer Reihe von speziellen Ensembles zusammengeschlossen, darunter die Sächsische Bläserakademie, die Sächsische Kammerphilharmonie, das Robert-Schumann- und das Radomska-Quartett, das Chemnitzer Bläserquintett, das Collegium musicum chemnicense, die Jazz-Beamten, das Blechbläserensemble Blech total, das ensemble 2001 und die Yankele-Kapelle.